Qualifizierte Arbeit braucht Ressourcen
Januar 13, 2010Zur Sicherstellung der Betreuungsqualität in den Wiener Kindergärten sind bestimmte Rahmenbedingungen unerlässlich:
a) Anpassung der Gruppengrößen an wissenschaftlich belegte Erkenntnisse
b) genügend Zeit für alle Aufgaben über die unmittelbare Arbeit mit Kindern hinaus
c) ausreichend Personal
d) leistungsgerechte, der Verantwortung entsprechende Entlohnung
Das verpflichtende Kindergartenjahr sowie der beitragsfreie Kindergarten sind grundsätzlich zu begrüßen. Um die Qualitätsstandards halten zu können müssen dafür allerdings auch die notwendigen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden:
a) Reduzierung der max. Kinderanzahl in Regelgruppen auf 20 Kinder, in I-Gruppen auf 18 Kinder mit max. 4 Kindern mit Befund sowie in Kinderkrippen auf 14 Kinder – ohne Aufweichung durch Toleranzgrenzen und Ausnahmeregelungen.
b) Erhöhung der Kanzleistunden für LeiterInnen um 1 Stunde pro Gruppe und für Heilpädagogische Gruppen um mindestens 3 Stunden - 3 Kanzleistunden pro Haus kann nur eine Zwischenlösung sein. Berücksichtigung des administrativen Mehraufwands bei mehr als 2 Teilzeitkräften.
c) genügend Dienstposten für KindergartenpädagogInnen und -AssistentInnen.
Ausreichende Erhöhung und transparente Regelung der Krankenstands- und Betriebsführungsreserven. Erstellung eines umfassenden Personalentwicklungskonzeptes für alle Berufsgruppen.
d) Modernisierung/Anpassung des Gehaltsschemas an die massiv gestiegenen Anforderungen an alle Berufsgruppen und Integration der Zulagen in die Grundbezüge. Erhöhung der Einstiegsgehälter für BerufseinsteigerInnen sowie Berücksichtigung von Fortbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für erfahrene KollegInnen.
Wer moderne Kindergärten will muss auch die Mittel dafür bereitstellen!